Beschreibung der Tour:
Hochalpine Rundtour im Verwall: Von der Neuen Heilbronner Hütte auf den aussichtsreichen Grieskopf und den markanten Valschafelkopf. Ein Muss für Fans von Bergseen und Urgestein.
Kurzbeschreibung:
Friedrichshafener Hütte - Weg Friedrichshafener Hütte - Geisspitze - Muttenjoch - Rosamma (Alpe) - Friedrichshafener Weg - Neue Heilbronner Hütte - Scheidsee - Valschavielkopf- Albonalkopf - Wormser Höhenweg - Grenze Tirol - Neue Heilbronner Hütte
Informationen und Sehenswertes zur Tour:
Die Gegend um die Neue Heilbronner Hütte (2.320 m) ist landschaftlich kaum zu überbieten – ein Hochplateau voller Seen, das fast schon an skandinavische Fjäll-Landschaften erinnert, gepaart mit den markanten Gipfeln des Grieskopfs und des Valschafelkopfs.
Das Verwall – und speziell der Bereich um den Valschavielkopf – ist geologisch hochinteressant, da es zum Altkristallin der Silvretta-Decke gehört.
Gesteinsart: Der Berg besteht primär aus sehr altem, kristallinem Gestein, hauptsächlich Glimmerschiefer und Gneisen. Diese Gesteine sind extrem widerstandsfähig, was die schroffen, dunklen Zacken des Verwalls erklärt.
"Valschavieler Platten": Eine Besonderheit in unmittelbarer Nähe sind die geomorphologischen Formen wie die Valschavieler Plattenspitze. Hier zeigen sich markante glatte Gesteinsflächen, die durch die eiszeitliche Gletscherschliff-Tätigkeit und die Schichtung des Gneises entstanden sind.
Tektonische Nahtstelle: Die Region liegt nahe der Grenze zwischen dem ostalpinen Altkristallin und den nördlicheren Kalkalpen. Das führt dazu, dass man in den Tälern oft auf "kristalline Geschiebe" (dunkle Steine) trifft, während man in der Ferne bereits die hellen Kalkwände der Lechtaler Alpen sehen kann.
Bodenbeschaffenheit: Durch das saure Ausgangsgestein (Silikat) findest du hier eine ganz spezifische Flora, die kalkfliehend ist (z. B. Gämsheide oder verschiedene Flechtenarten), was dem Gebiet einen herben, fast skandinavischen Charakter verleiht.